Das Ende des Mountain Bikens in Hessen?

Wir fordern: Open Trails Hessen!

Die hessische Landesregierung möchte das Radfahren in das hessische Forstgesetz aufnehmen. Es sollen nur noch Wege mit dem Rad befahrbar sein, die zweispurig ausgebaut sind. Das wäre das Ende des Mountain Bike Sports in Hessen.

 

Es ist klar, dass sich das Freizeitverhalten der Menschen in den letzten Jahren verändert hat. Immer mehr Mountain Biker erobern hessische Mittelgebirge. Konflikte mit Wanderern sind vorprogrammiert. Sprungrampen werden im Wald illegal gebaut. Es werden Wege befahren, auf denen Erosionsschäden entstehen und die so stark frequentiert sind, dass sich die Wege nicht mehr von selbst erholen. Dennoch darf es kein Gesetz geben, dass Radfahren generell nur noch auf sogenannten Waldautobahnen erlaubt. Laut einer Studie werden Wege von grobstolligen Reifen nicht mehr beschädigt als von Wanderern. Viele Ziele wie Berggipfel und Burgen wären dann  teilweise nicht mehr für Radfahrer erreichbar, denn je steiler der Berg, desto schmaler sind in der Regel die Wege.

 

Das Gesetz sieht u.A. vor:

  • das Radfahrer nur noch Wege befahren dürfen, die fest sind und „von nicht geländegängigen, zweispurigen Kraftfahrzeugen ganzjährig befahren werden können" (siehe § 15 Abs. 2),
  • dass das gemeinsame Fahren von mehreren Personen ggfs. nicht mehr vom allgemeinen Betretungsrecht umfasst sein wird und der Genehmigung des Eigentümers bedarf (siehe § 15 Abs. 4) und
  • weiterhin sieht der Gesetzesentwurf für Verstöße gegen das Betretungsrecht Bußgelder bis zu 100.000 Euro vor (siehe § 28)! Darüber hinaus soll sogar ggfs. das Bike eingezogen werden dürfen, mit dem ein „falscher" Weg befahren wurde (siehe § 29).

 

Eine Tourenplanung per GPS wäre nicht mehr möglich, da auf den elektronischen Landkarten zwar die Wegbeschaffenheit, jedoch nicht die Wegbreite erkennbar ist. Die Tourenangebote von mtb-rhein-main.de wären dann rechtswiedrig, da die Touren nicht nur über Trails, sondern auch über schmalere Wege verlaufen. An der Bergstraße wäre eine Tour über den Höhenkamm nicht mehr komplett möglich. Die breiten Wege führen dann immer runter zur Rhein-Ebene.

 

Mountain Biker und Wanderer haben doch ein gemeinsames Ziel: Das Erleben der Natur!  Eine Wegebreitenregelung wie sie in Hessen vorgesehen ist, würde Konflikte zwischen Wanderern und Radfahrern nur weiter schüren. Ein freundliches Miteinander und die gegenseitige Rücksichtnahme zu fördern wäre viel sinnvoller.

 

Biker Wehrt Euch!

Wenn so ein Gesetz erst einmal verabschiedet ist, wird  es schwierig werden es rückgängig zu machen. Schon jetzt werden Bußgelder bis zu einer Höhe von 600 EUR für das Befahren verbotener Wege verhängt. Wir müssen  handeln und alles in unserer Macht mögliche unternehmen. Dies wären

  • Unterschriftensammlungen,
  • Weitergabe von Infos an alle Radfahrer,
  • Demos und
  • Mailaktionen.

 

Zeigt dass Ihr keine Rowdies seid und dass hinter jedem Mountain Biker ein Mensch steckt.

Unterstützt werden wir dabei von der Deutschen Initiative Mountain Bike (DIMB), die schon in anderen Bundesländern Gesetzesvorschläge gegen Biker erfolgreich abwenden konnte.

 

Online Petition!

Jetzt digital unterzeichnen und den Link zur Online Petition anderen Bikern, Freunden und Bekannten per email senden:

Open Trails Hessen - Mountainbiker gegen ein Bikeverbot in Hessens Wäldern

 

 

Siehe auch:

http://dimb.de/opentrails-hessen